80 Mrd. für Forschung und Innovation
01.12.2011 - Damit Forschungsergebnisse effizienter in konkrete Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden können, stellt die EU 80 Milliarden Euro bereit. Das Programm Horizont 2020 bündelt alle EU-Finanzierungsprogramme für Forschung und Innovation.
Quelle: EU-Kommission
Das Programm Horizont 2020
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bündelt alle EU-Finanzierungsprogramme für Forschung und Innovation. So
sollen es Forschungsergebnisse schneller zur Marktreife schaffen und
uns in Form von innovativen Produkten und Dienstleistungen das Leben
vereinfachen und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.
Drei Kernziele sollen finanziert werden:
- Die weltweit führende Stellung Europas in der Wissenschaft muss
erhalten bleiben – für dieses Ziel werden
24,6 Milliarden Euro bereitgestellt. Das Budget des
Europäischen Forschungsrats
, der
bereits die Arbeit europäischer Spitzenforscher fördert, wird um
77 % aufgestockt.
- Sicherung der industriellen Führungsposition in der Innovation – hierfür sind 17,9 Milliarden Euro vorgesehen. Darin enthalten sind Investitionen in Schlüsseltechnologien und Hilfen für kleine Unternehmen mit Finanzierungsbedarf.
- 31,7 Milliarden Euro werden für folgende Bereiche zur
Verfügung gestellt, die vielen Europäern Sorgen bereiten:
- Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen;
- Lebensmittelsicherheit, umweltfreundliche Landwirtschaft, marine und maritime Forschung sowie Biowirtschaft;
- sichere, saubere und effiziente Energie;
- intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter Verkehr;
- Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Rohstoffe sowie
- integrative, innovative und sichere Gesellschaften.
Den Bürokratieabbau will die Kommission durch eine Vereinfachung der Erstattungsverfahren für EU-finanzierte Forschungsprojekte vorantreiben. Außerdem sollen der bei der Vorbereitung eines Forschungsvorschlags anfallende „Papierkram“ reduziert, unnötige Kontrollen und Audits abgeschafft und die Wartezeit zwischen der Annahme eines Vorschlags und dem tatsächlichen Erhalt der Gelder verkürzt werden.
Das Programm greift viele Elemente aus dem aktuellen Programm auf. So werden die Investitionen in wichtige Basistechnologien wie Nanotechnologien fortgeführt. Auch die Initiativen zur Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen, Forschungszentren und Unternehmen, die internationale Zusammenarbeit und die Finanzierung junger Wissenschaftler werden weiterhin gefördert.
Noch vor Ende 2013 sollen sich die zuständigen EU-Minister und die Mitglieder des Europäischen Parlaments über die Pläne einigen.




