Wie innovativ ist Europa?
08.02.2012 - Die EU macht Fortschritte, aber nur noch langsam. Europa muss sich stärker einsetzen, um weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben. -
Qzelle: EU-Kommission
Fast alle EU-Länder sind bei der Förderung der Innovation
vorangekommen, so der jährliche Forschungs- und Innovationsanzeiger ![]()
.
Doch der Fortschritt verlangsamt sich – und der EU ist es noch nicht
gelungen, ihren Innovationsrückstand gegenüber den international
führenden Ländern USA, Japan und Südkorea abzubauen. Dazu kommt, dass
Schwellenländer wie China, Brasilien und Indien in den letzten fünf
Jahren aufgeholt haben.
Der Anzeiger lässt keinen Zweifel daran, dass sich die EU stärker einsetzen muss, um Innovationen zu fördern und zu beschleunigen, wenn sie ihre Wettbewerbsfähigkeit ankurbeln oder wenigstens beibehalten will.
Deshalb sind Innovation und die Beseitigung von Engpässen, die gute Ideen daran hindern, zur Marktreife zu gelangen, Kernelemente der europäischen Strategie 2020 für Wachstum und Beschäftigung.
Der Anzeiger vergleicht die einzelnen Länder auf der Grundlage ihrer Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) – einem Schlüsselindikator für die Leistung – sowie 23 weiterer Indikatoren.
Elemente der Innovation
Die innovativsten Länder in der EU sind Schweden, Dänemark, Deutschland und Finnland. Tendenziell zeichnen sich diese vier Länder aus durch
- überdurchschnittlich hohe FuE-Ausgaben, vor allem in der Wirtschaft,
- höhere Investitionen in Qualifizierung und Finanzierung,
- gut ausgebaute nationale Forschungs- und Innovationssysteme, die öffentlich-privaten Partnerschaften eine Schlüsselrolle einräumen,
- bessere Ergebnisse bei der Umsetzung technologischen Wissens in Produkte und Dienstleistungen.
Der Anzeiger vergleicht die Leistungen der Länder in diesen und anderen Bereichen, die als entscheidend für die Förderung von Innovationen gelten.
Großbritanniens Innovationskraft etwa liegt ebenfalls über dem Durchschnitt. Dazu tragen vor allem das hohe Qualifikationsniveau seiner Arbeitskräfte und seine ausgezeichneten Forschungssysteme bei.
Innovationsunion
Der Innovationsanzeiger ist Teil der EU-Strategie zur Schaffung
einer „Innovationsunion
“, in der
Unternehmer die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um ihre Ideen
in kommerzielle Produkte und Dienstleistungen umzusetzen.
Das Konzept umfasst die Förderung von öffentlich-privaten Partnerschaften, die Erleichterung des Zugangs zu Finanzmitteln und geschulten Arbeitskräften, den Abbau bürokratischer Hindernisse und die Senkung der Kosten für die Patentierung neuer Ideen.
Die erste, im letzten Jahr eingeleitete Partnerschaft zielt auf neue
Produkte und Dienstleistungen, die zum aktiven und gesunden Altern
beitragen
können.




